Sonntag, 20. September 2009
Frohes neues Jahr ...
Nein, ich bin meiner Zeit weder voraus noch hinterher, aber gestern hat hier nach dem jüdischen Kalender das neue Jahr begonnen und zwar 5770.
Der Baedeker schreibt dazu Folgendes:
"Die jüdische Zeitrechnung beginnt mit der Erschaffung der Welt, die auf das Jahr 3761 v. Chr. datiert wird. Der Kalender beruht auf dem gebundenen Mondjahr mit 353, 354 oder 355 Tagen. Er ist unerteilt in zwölf Monate zu 29 bzw. 30 Tagen. Jeder Zyklus von 19 Jahren enthält sieben Schaltjahre, um den Anschluss an das Sonnenjahr zu erreichen."
Apropos Zeit:
In der Westbank ist die Uhr schon seit einer Weile umgestellt, wir stellen nächstes Wochenende um. Dann sind wir zunächst mal wieder auf einer zeitlichen Wellenlänge - bis Ihr dann in Deutschland die Uhr wieder umstellt.
Für heute abend aber genug der Schulmeisterei, füttert mich doch mal wieder mit Wissenswertem aus Euren Leben ;-)
Dienstag, 8. September 2009
Sonntag, 6. September 2009
Freitag, 7. August 2009
M wie ...
M wie Mango (die sind gerade reif und schmecken sooooo gut - und so anders)- M wie Meer (da war doch auf der Rückfahrt vom Flughafen glatt ein kleiner Abstecher drin)
- M wie Muscheln (natürlich am Meer)
- M wie Milchkaffee (den gabs da auch, eigentlich Cappucino, aber das fängt ja nicht mit M an ;-)
- M wie Mondschein (war doch gerade Vollmond)
- M wie Mitternachtsbaden (zumindest kurz im See planschen, wenn man schon mal nachts so viel sieht) und tatsächlich auch
- M wie Müllabfuhr am Mittwoch (was für eine Erleichterung wenn alle Mülltonnen wegen einer entgangenen Leerung schon überquillen
Macht´s gut!
Montag, 27. Juli 2009
Psychologische Studien
r glaube ich auch unter diesem Titel laufen lassen.Zum Einen lerne ich viele verschiedene Menschen kennen, und abgesehen davon, dass natürlich jeder Mensch einzigartig ist, sind hier noch mal ganz eigene Typen dabei.
Zum Anderen erhalte ich aber auch einige nette Lektionen im Bereich der Sozialpsychologie (Definition nach Wikipedia: Die Sozialpsychologie erforscht Prozesse innerhalb und zwischen sozialen Gruppen, sowie die Auswirkungen solcher Prozesse auf das Erleben und Verhalten des Individuums.). Das bezieht sich also auf die unterschiedlichsten Gruppen um mich rum, und auf mich, wie ich reagiere.
Und für heute gibt es dazu erst mal einen kleinen optischen Eindruck:
Jeder Denkende weiß ...
Auf meinen Blog klingt es fast so, als würden wir hier ständig nur Ausflüge machen. Was die freien Wochenenden im Monat betrifft, ist das auch so. Ansonsten ist die Arbeit hier eben auch („nur“) Alltag. Und es ist eine ganz eigene Mischung aus Zusammenleben und Zusammenarbeiten. Wir sind weniger verbunden als eine Familie, aber mehr aufeinander angewiesen als eine bloße WG. Schwierigkeiten einzelner mit- oder untereinander haben schnell Auswirkungen auf das ganze System. So hatten wir hier im Juni kommunikationstechnisch bedingt eine nicht ganz so einfache Zeit. Vieles davon lässt sich nicht wirklich gut beschreiben, aber es hat mich doch sehr zum Nachdenken angeregt, auch gerade darüber, was für eine Rolle und wie ich sie in diesem Gefüge hier spiele.
Im Zusammenhang damit haben mich auch einige nahezu philosophischen Fragen beschäftigt. Das Witzige ist, sie klingen dermaßen abstrakt, aber haben mit meinem Alltag soviel zu tun ...
Und sie sind so alt (und banal, wie oben beschrieben), dass sie sich jeder bestimmt schon mal gestellt hat (und gemerkt hat, dass es eben keine Antwort darauf gibt), aber trotzdem eben manchmal auch so akut, dass man sich mit ihnen auseinandersetzen muss.
Auf den Punkt gebracht: Was ist eigentlich die (objektive) Wahrheit, was ist Realität?
Und wie finde ich innerhalb lauter subjektiver Wahrnehmungen zu einem eigenen Standpunkt, wenn alles, was ich zur Verfügung habe, mein eigener Filter subjektiver Wahrnehmungen anderer ist. Wie sehr können etwaige Motive eine Wahrnehmung prägen?
Und wem kann ich vertrauen (in seiner Urteilsfähigkeit), wenn doch jeder von eigenen Motiven überlagert und in seinem Denken und Handeln durch sie bestimmt ist?
Wie sehr wird alles, was ich selbst für richtig halte, durch meine Motive eingefärbt?
Wie mache ich mich davon frei?
Und wenn ich das nicht kann, wie gehe ich damit um?
Was für den einen gerade gut ist ist für den anderen gerade vielleicht genau das Falsche.
Wie kann man dann aber überhaupt miteinander kommunizieren, sich verstehen und gegenseitig bereichern, wenn man doch ständig in so unterschiedlichen Wirklichkeiten steckt?
Wie können Menschen (in einem Kloster oder anderswo) zusammenleben, wenn jeder an einer ganz anderen Baustelle baut.
Wie kann man sich gegenseitig überhaupt verstehen?
Vieles davon gelingt ja eigentlich ständig, aber wo es scheitert, braucht man sich nicht wirklich wundern.
So, hiermit konntet Ihr ein wenig Teil haben an meiner Gedankenwelt von Ende Juni. Warum das erst jetzt kommt? Weil ich mich gefragt habe, ob ich so etwas überhaupt schreiben soll. Und weil es dann erst in den Rundbrief sollte, der Euch in der nächsten Woche erreichen sollte, für den hab ichs dann aber als zu philosophisch befunden.
Und damit der Eintrag jetzt hier nicht ganz so trocken ist, hab ich für Euch noch ein Bild von einem etwas anderen Ampelmännchen ;-)
Sonntag, 31. Mai 2009
Wochenendausflüge
Und noch mehr Abenteuerberichte:
Letztes Wochenende war ich mit Johannes und Johanna unterwegs. Wir haben uns einen Mietwagen in Tiberias geholt und sind ein bisschen durch den Norden gefahren. Eigentlich wollten wir uns die Grotten bei Rosh Ha Nikra anschauen (direkt an der libanesischen Grenze), aber wir haben die letzte Seilbahn verpasst. Von daher war ich dann das erste Mal hier im Mittelmeer baden und wir haben uns den Sonnenuntergang angesehehn (sehr idyll
Abends hatten wir uns dann bei Mouner(der Pächter des Kiosks vor der Kirche) in Rama eingeladen, um mal ein bisschen arabisches Familienleben zu erleben. Und Mouner kennt echt alles und jeden, von der Polizei bis zur Mafia ;-)
Am Sonntag waren wir dann noch in Bet Shean, eine riesige Ausgrabungsstätte ...
Dieses Land ist einfach so vielfälti
Von diesem Wochenende und der letzten Woche gibt es zu berichten, dass sich hier täglich dermaßen viel verändert, dass man kaum hinterherkommt, es zu dokumentiert. Am Mittwoch war der erste Spatenstich fürs neue Kloster, das in den nächsten zwei Jahren gebaut werden soll - inshallah. Wir haben die Werkstatt und die Laundry ausgeräumt, Bäume wurden gefällt, Bauzäune aufgezogen, ...
Genaueres dazu findet Ihr auf Martins und Basilius´ Blog.
Ich muss ganz viel an Grönemeyers "Bleibt alles anders" denken, denn das einzige Beständige in Tabgha ist in der Tat die Veränderung. Mal schauen, ob mich meine Eltern morgen wiedererkennen, wenn sie mit einer Reisegruppe hier vorbeikommen ;-)

