Dienstag, 24. November 2009

Prominente Gäste


Eigentlich sind wir hier ja gaaaaanz weit ab vom Schuss. Trotzdem schaffen es immer wieder mehr oder weniger bekannte Leute hierher. So war zum Beispiel letzte Woche die Vizepräsidentin des Bundestags hier (samt Mitarbeitern und Leibwächtern). Und Nina Ruge hat mit ihrem Team hier ein Interview gemacht und die Abschlussmoderation einer Sendung unten am See gedreht. Das könnt Ihr dann alles (zusammen mit den Aufnahmen von Sukkot) an Fronleichnam 2010 (müsste der 3. Juni sein) im ZDF begutachten.

Schwarz-Weiß-Impressionen

Unser Leben ist hier zwar alles andere als Schwarz-Weiß, dennoch ... hier ein paar Bilder vom Brotvermehrungsfest und einem Ausflug nach Zfat, von Menschen und Situationen, von Ben und mir (fotografiert). Viel Spaß








Donnerstag, 5. November 2009

Es wird Frühling ...


Nee, Ihr habt Euch nicht vertan, mir ist auch kein alter Post nach oben gerutscht.
Es wird hier gerade Frühling - und das mitten im Herbst!
Nach sechs Tagen Regen kam gestern die Sonne wieder raus. Und erstens hat es jetzt um die Mittagszeit angenehme 20 Grad und zweitens wird auf einmal alles grün. Die Hügel sind mit einem feinen grünen Schimmer überzogen, der Feuerplatz ist grün umrandet, auch die erst kürzlich entunkrauteten Beete zeigen schon wieder neuen Bewuchs ;-).
Von daher müssen wir uns jetzt richtig ranhalten. Am 14.11. ist hier Brotvermehrungsfest und für den anschließenden Emfpang im Garten muss dieser noch fit gemacht werden. Laub aus den Beeten rechen, Gras aus den Ritzen zupfen und und und. Und ab Montag haben wir das Haus für zwei Wochen voll mit Studenten aus dem Theologischen Studienjahr der Dormitio-Abtei in Jerusalem. Und wer mehr aus den letzten Monaten wissen will hat hoffentlich meinen Rundbrief erhalten oder kann ihn hier noch einfordern.
Ach, am Dienstag hatten wir übrigens unsere erste Hebräischstunde. Heute abend werden wir dann gleich mal "Schriftzeichen malen" üben.
Dann wünsche ich Euch in Deutschland nach Regen auch mal wieder Sonnenschein!

Freitag, 23. Oktober 2009

Nett oder doch lieber dreist?

... oder was ich hier doch noch alles lernen könnte

Tja, die nette Nicole, die kennt wahrscheinlich jeder von Euch. Und viele von Euch werden auch die Nicole kennen, die sich tierisch darüber aufregen kann, nur als nett bezeichnet zu werden. Und so einige werden auch wisssen, dass die Nicole manchmal auch gerne gegen ihre Nettigkeit angehen würde, aber es irgendwie nicht so ganz schafft.
Eigentlich wäre Israel die ideale Schule dafür. Aber zumindest bisher scheine ich in diesem Bereich noch nicht wirklich viel gelernt zu haben. Noch immer versuche ich nett zu sein, nett zu Leuten, die eigentlich einfach nur dreist und frech sind, wie man es in Israel einfach ist, ob man dort lebt oder als Tourist durchs Heilige Land tourt und glaubt, alle Rechte der Welt gepachtet zu haben, weil man eben gerade extra aus Argentininen, den USA oder sonstwoher angereist ist. Und dann muss man sich hier die dollsten Beschimpfungen anhören, weil man Leute nicht mehr in die Kirche oder nicht aufs Gelände lässt. Die frömmsten Christen verwünschen einen dann auf russisch oder sonst einer fremden Sprache in die Hölle und sonstwohin.
Waschechte Israelis reagieren einfach nur mit Chuzpe:

"Chuzpe [xʊtspə] (aus dem jiddischen חוצפה [chùtzpe] von hebräisch חצפה [chuzpà] für „Frechheit, Dreistigkeit, Unverschämtheit“ entlehnt) ist eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.

Im Hebräischen enthält der Begriff eine negative Bewertung für jemanden, der die Grenzen der Höflichkeit aus egoistischen Motiven überschreitet. Im Jiddischen und in den meisten europäischen Sprachen schwingt Anerkennung für eine Form sozialer Unerschrockenheit mit. Hier spricht man insbesondere von Chuzpe, wenn jemand in einer eigentlich verlorenen Situation mit Dreistigkeit noch etwas für sich herauszuschlagen versucht." (wikipedia)

Konkret zum Beispiel heute, als wir einige Leute baten, eben nur mit dem Auto zu wenden und aus dem anderen Tor wieder herauszufahren: Der Fahrer tat, wie ihm geheißen, ließ aber beim Wendemanöver mal eben seine Fahrgäste aussteigen, so dass diese auf dem Gelände verweilten, als er es durchs sich schließende Rolltor wieder verließ.

Die kleine nette Nicole schafft es dennoch immer noch nicht, Leute vor dem verschlossenen Tor zu ignorieren und versucht immer wieder freundlich zu erklären, warum ein Einlass nicht möglich ist (z.B. weil ein Konzert stattfinden wird, der Chor gerade probt und man sich in der Kirche vor rund 250 aufgestellten Stühlen kaum bewegen kann). Gesünder leben vermutlich die, die keine Diskussionen eingehen und sich wüst beschimpfen lassen, sondern denen dann einfach selber an dieser Stelle der Kragen platzt. Eine Zwischenlösung habe ich noch nicht gefunden.

Wie oft habe ich mich über Menschen hier gewundert, die keine hilfsbereite Hand ausstrecken. Wie oft habe ich es jetzt schon erlebt, dass statt meines angebotenen kleinen Fingers gleich meine beiden Hände samt Armen mitgerissen wurden.
Wie oft habe ich die Netten als die Schwachen erlebt, die sich einfach nur nicht behaupten können.
Und wie oft habe ich gedacht, Leuten Kompromisse als kleine Zugeständnisse anzubieten, die dann schamlos ausgenutzt wurden.

Wie lange werde ich brauchen, um einen Mittelweg zu finden? Einen Weg, der der meinige ist, mit dem ich mich gut fühle - weder unfreundlich, noch ausgenutzt.

Sonntag, 20. September 2009

Frohes neues Jahr ...

... oder auch Shana Tova!
Nein, ich bin meiner Zeit weder voraus noch hinterher, aber gestern hat hier nach dem jüdischen Kalender das neue Jahr begonnen und zwar 5770.
Der Baedeker schreibt dazu Folgendes:
"Die jüdische Zeitrechnung beginnt mit der Erschaffung der Welt, die auf das Jahr 3761 v. Chr. datiert wird. Der Kalender beruht auf dem gebundenen Mondjahr mit 353, 354 oder 355 Tagen. Er ist unerteilt in zwölf Monate zu 29 bzw. 30 Tagen. Jeder Zyklus von 19 Jahren enthält sieben Schaltjahre, um den Anschluss an das Sonnenjahr zu erreichen."
Apropos Zeit:
In der Westbank ist die Uhr schon seit einer Weile umgestellt, wir stellen nächstes Wochenende um. Dann sind wir zunächst mal wieder auf einer zeitlichen Wellenlänge - bis Ihr dann in Deutschland die Uhr wieder umstellt.
Für heute abend aber genug der Schulmeisterei, füttert mich doch mal wieder mit Wissenswertem aus Euren Leben ;-)

Dienstag, 8. September 2009

Noch mehr Bilder ...

... gibt es unter dem "Bilder"-Link rechts, im Urlaub-Album.

Sonntag, 6. September 2009

Ein kleiner Vorgeschmack ...







... auf den bald folgenden Urlaubsbericht